5 Lerntätigkeiten der Medienkompetenz

Medienkompetenz als Teildisziplin der Lernkompetenz
Methoden-, Team- und Kommunikations- und Medienkompetenz ergeben zusammen Lernkompetenz. So sieht dies z. B. die Medienberatung NRW. Medienkompetenz als Teildisziplin wird entlang der 5 Lerntätigkeiten definiert:

Strukturieren – Was wollen wir wie bearbeiten?
Damit Lernende sich einem Lerngegenstand annähern können, müssen sie strukturieren können: z. B. was sie bereits zum Thema wissen, welche Bereiche durch den Lerngegenstand tangiert werden etc. Strukturieren erleichtert die Planung eines Lernprojektes, oder ermöglicht diese vielleicht erst. Eigenaktivität und Selbstverantwortung werden unterstützt, wenn Lernende lernen, ihre «Themen gemeinsam zu strukturieren, eigene Planungsentscheidungen zu treffen, zu begründen und umzusetzen.» Ein weiteres Zitat möchte ich hier noch anfügen, welches direkt an die Medienkompetenz verweist: «Mit der Wahl der Medien im Planungsprozess entscheidet sich, wie stark sich Schülerinnen und Schüler mit ihren Gedanken in den Unterrichtsprozess einbringen können».
(Quelle)

Recherchieren – Ich mache mich schlau
Schulbücher und Lehrmittel machen Inhalte durch didaktische Reduktion zugänglich. Das Schulbuch ist demnach das dominante Mittel der Inhaltsvermittlung. Manchmal reichen aber Schulbücher nicht. Vor allem dann nicht, wenn bestimmte Rollen eingenommen werden sollen, um einen Inhalt aus verschiedenen Perspektiven zu beleuchten etc. Dann braucht es Recherche, um weitere Inhalte dazu zu gewinnen. Die Wege sind dann natürlich vielfältig, und es braucht Orientierung, um zu den richtigen Inhalten zu gelangen.
(Quelle)

Kooperieren – Wir arbeiten gemeinsam
Lernkompetent in Sachen Kooperation ist, wer «Methoden und Werkzeuge der Kooperation im Klassenraum und darüber hinaus kennen und anwenden» kann. Gerade für Lernformen, in denen die Lernenden selbst aktiv sind, ist es wichtig, über den Präsenzunterricht hinaus geeignete Kooperationsmittel zur Verfügung zu stellen.
(Quelle)

Produzieren – Ich stelle etwas her
Gerade die Herstellung eines Produkts ist für das Lernen in meinen Augen sehr motivierend. Speziell in der Diskussion um Kinder und Medien stört mich immer, dass ständig vom Medienkonsum gesprochen wird, der ja in übermässiger Form ganz sicher schädlich ist.
Aber von der Medienproduktion spricht niemand. Offenbar ist es hier noch zu keiner 2.0-Ausprägung gekommen. In den Köpfen ist nicht klar, dass man auch produktiv umgehen kann mit Medien. Auch als Kind, als Schülerin, als Lernender.
Wer produziert integriert das Gelernte und verarbeitet es zu etwas Eigenem. So wird Wissen konstruiert. Mehr zum Punkt 4: Produzieren ist auf der Website der Medienberatung NRW sehr überzeugend dargelegt.
(Quelle)

Präsentieren – Ich erkläre euch das
Der fünfte Punkt ist die Präsentation des Produktes. Wer also zunächst zu einem Inhalt Strukturen freilegen kann, recherchieren kann, um den inhaltlichen Radius zu erweitern, in Zusammenarbeit anschliessend ein Produkt herstellt kann nun für die Präsentation noch einmal einen wichtigen Schritt gehen, der der Nachhaltigkeit von lernen dient, nämlich die Reflektion. Diese braucht es nämlich, um das Geschaffene zu verankern. Lernen durch Lehren, so zu sagen.
(Quelle)

Advertisements

  1. 1 Lernkompetenzen und Lernmethoden « netzlernen.ch

    […] Mai 2010 in Lernkompetenz, Medien, Medienkompetenz, Methodik Die tolle Site zu den 5 Lerntätigkeiten der Medienberatung NRW ist neu gestaltet und unter einer neuen Adresse nun hier erreichbar. Immer […]




Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s



%d Bloggern gefällt das: