Archive for the ‘Erwachsenenbildung’ Category

Methodensammlung Arbowis

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Links und Tools in Hülle und Fülle, auch zum Thema Projektmanagement: web2null.de.

Sie arbeiten an einem Lernangebot mit Online-Lernphasen und benötigen Tipps, wie Sie Ihre Ideen zu den Lernaktivitäten umsetzen könnten? Oder Sie entwickeln eine eigene Lern- und Arbeitsumgebung im Web und wünschen sich ein kompetentes Feedback? Wir bieten Ihnen didaktischen und technischen Support zu MOODLE und anderen Learning-Management-Systemen (LMS) oder Online-Lernumgebungen, bei der Entwicklung von Blended Learning-Projekten aller Art wie z.B. Webquests, Wiki-Umgebungen, Blogs oder E-Portfolio etc.
Ob Sie Hilfe suchen bei Konzept- und Gestaltungsfragen, bei der Realisierung Ihrer Vorstellungen zum Einsatz von Lernplattformen oder Web 2.0-Tools – bei uns erhalten Sie die Unterstützung für Ihre Projekte.

Leitung: Miriam Fischer
Ausschreibung
Jeweils montags 13.30 bis 16.30 Uhr
Lernfoyer EB Zürich, Riesbachstrasse 11, 8008 Zürich

Medienkompetenz als Teildisziplin der Lernkompetenz
Methoden-, Team- und Kommunikations- und Medienkompetenz ergeben zusammen Lernkompetenz. So sieht dies z. B. die Medienberatung NRW. Medienkompetenz als Teildisziplin wird entlang der 5 Lerntätigkeiten definiert:

Strukturieren – Was wollen wir wie bearbeiten?
Damit Lernende sich einem Lerngegenstand annähern können, müssen sie strukturieren können: z. B. was sie bereits zum Thema wissen, welche Bereiche durch den Lerngegenstand tangiert werden etc. Strukturieren erleichtert die Planung eines Lernprojektes, oder ermöglicht diese vielleicht erst. Eigenaktivität und Selbstverantwortung werden unterstützt, wenn Lernende lernen, ihre «Themen gemeinsam zu strukturieren, eigene Planungsentscheidungen zu treffen, zu begründen und umzusetzen.» Ein weiteres Zitat möchte ich hier noch anfügen, welches direkt an die Medienkompetenz verweist: «Mit der Wahl der Medien im Planungsprozess entscheidet sich, wie stark sich Schülerinnen und Schüler mit ihren Gedanken in den Unterrichtsprozess einbringen können».
(Quelle)

Recherchieren – Ich mache mich schlau
Schulbücher und Lehrmittel machen Inhalte durch didaktische Reduktion zugänglich. Das Schulbuch ist demnach das dominante Mittel der Inhaltsvermittlung. Manchmal reichen aber Schulbücher nicht. Vor allem dann nicht, wenn bestimmte Rollen eingenommen werden sollen, um einen Inhalt aus verschiedenen Perspektiven zu beleuchten etc. Dann braucht es Recherche, um weitere Inhalte dazu zu gewinnen. Die Wege sind dann natürlich vielfältig, und es braucht Orientierung, um zu den richtigen Inhalten zu gelangen.
(Quelle)

Kooperieren – Wir arbeiten gemeinsam
Lernkompetent in Sachen Kooperation ist, wer «Methoden und Werkzeuge der Kooperation im Klassenraum und darüber hinaus kennen und anwenden» kann. Gerade für Lernformen, in denen die Lernenden selbst aktiv sind, ist es wichtig, über den Präsenzunterricht hinaus geeignete Kooperationsmittel zur Verfügung zu stellen.
(Quelle)

Produzieren – Ich stelle etwas her
Gerade die Herstellung eines Produkts ist für das Lernen in meinen Augen sehr motivierend. Speziell in der Diskussion um Kinder und Medien stört mich immer, dass ständig vom Medienkonsum gesprochen wird, der ja in übermässiger Form ganz sicher schädlich ist.
Aber von der Medienproduktion spricht niemand. Offenbar ist es hier noch zu keiner 2.0-Ausprägung gekommen. In den Köpfen ist nicht klar, dass man auch produktiv umgehen kann mit Medien. Auch als Kind, als Schülerin, als Lernender.
Wer produziert integriert das Gelernte und verarbeitet es zu etwas Eigenem. So wird Wissen konstruiert. Mehr zum Punkt 4: Produzieren ist auf der Website der Medienberatung NRW sehr überzeugend dargelegt.
(Quelle)

Präsentieren – Ich erkläre euch das
Der fünfte Punkt ist die Präsentation des Produktes. Wer also zunächst zu einem Inhalt Strukturen freilegen kann, recherchieren kann, um den inhaltlichen Radius zu erweitern, in Zusammenarbeit anschliessend ein Produkt herstellt kann nun für die Präsentation noch einmal einen wichtigen Schritt gehen, der der Nachhaltigkeit von lernen dient, nämlich die Reflektion. Diese braucht es nämlich, um das Geschaffene zu verankern. Lernen durch Lehren, so zu sagen.
(Quelle)

Kürzlich hatte ich eine Einführung bei einer Gruppe von Bildungsbeauftragten mit leitenden Funktionen in Spitälern, Unternehmen, Schulen. Wir überlegten uns, was Lernen mit Medien und ICT bedeutet und warum Bildung ICT braucht.

Ich verwendete den ICT-Kompass, ein valables Instrument zur Diskussion dieses Themas, sowie Werner Hartmanns 10 Thesen zu Schule und Medien in 20 Jahren.

Welche Wege die einzelnen Diskussionsgruppen nehmen sollten, überliess ich ihnen. Sie sollten die Themen diskutieren und erörtern, die sie auch interessierten.

Das Resultat war interessant. In der Frauen-Gruppe wurden mehr positive Aspekte des Medieneinsatzes erwähnt. Sicher waren auch sie nicht unkritisch, aber das soll man ja auch nie sein. Audsserdem hatten die Mitglieder dieser Gruppe offensichtlich mehr Erfahrung mit mediengestütztem Lernen.
In der Gruppe, in der die Männer in der Überzahl waren, überwogen die negativen Feststellungen, wie etwa: Computer sind an sich nichts Gutes, man soll möglichst wenig Zeit davor verbringen, nonverbale Kommunikation geht vollkommen verloren, Sprachkompetenz verarmt, Vereinzelung etc.
Vielleicht war es auch nur Zufall?

Interessant waren auch die Aspekte, die von beiden Gruppen angesprochen wurden:

– Medienkompetenz
– Sprachkompetenz
– Effizienz
– Globalisierung
– Individualisierung / Vereinzelung

Ich habe festgestellt, dass sich die Kompetenzdiskussion auf einer Metaebene abspielt, und dass also Medienkompetenz eine Metasprache bedingt. Also eine Sprache über Sprache, Kommunikation und den Mitteln dazu. Vielleicht wären dann die Voten differenzierter, es hiesse vielleicht weniger: Es ist besser, wenn die Kinder sich bewegen, sie sollen nicht vor dem Computer sitzen. Es ginge vielleicht darum, wozu sie vor dem Computer sitzen dürfen, sollen, wollen, können…
Die Sprache und das Verständnis scheinen einen weiteren Komplexitätsfaktor darzustellen. Wer hat denn früher gesagt, dass man eben lesen können müsse, um Bücher zu benutzen? Niemand. Man hat vorausgesetzt, dass alle lesen können. Nun: 16% aller Schweizer/innen sollen da ein Defizit aufweisen, laut ALL-Studie. Das ist knapp jede 6. Person. Hätten wir vielleicht bereits im Buchzeitalter eine Metasprache gebraucht, die zu entwickeln uns jetzt so viel Mühe macht?